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Bau einer Aufzuchtbox für Mauersegler
Für eine Gefieder schonende Aufzucht von Mauerseglern hat sich die Nutzung von wie folgt aufgebauten und zusammengesetzten "Mauerseglerboxen" bewährt:

↑ Bild 1: Das Grundgerüst ist eine ca. 60 x 40 x 30 cm (L x B x H) große Kunststoffgitterbox. Diese bietet eine bessere Belüftung als Kunststoffboxen mit geschlossenen Wänden.

↑ Bild 2: Aus dem zur Box passenden Kunststoffdeckel wird das Mittelstück z.B. mit einer Stichsäge so entfernt, dass die in Bild 3 zu sehende Abdeckung mit dem Fliegengitter exakt hineinpasst.

↑ Bild 3: Abdeckung mit Fliegengitter (Aufbau siehe Bilder 12 und 13).

↑ Bild 4: Die unterste Lage besteht aus Zeitungspapier.

↑ Bild 5: Darüber kommt Frottee-Stoff zur Abpolsterung.

↑ Bild 6: Dann wird eine selbstgenähte Husse eingesetzt. Der Stoff hierfür sollte aus griffiger Baumwolle (bevorzugt Biberwäsche) sein und bei 60 Grad waschbar sein. Daran können die schon etwas größeren Jungvögel hochklettern und Flugübungen machen, ohne mit den Krallen hängen zu bleiben und ohne ihr Gefieder zu beschädigen.

↑ Bild 7: Die Husse wird über dem Rand umgeschlagen und mit einem eingenähten Gummizug (im Bild blau) in Position gehalten. Damit wird vermieden, dass die Husse bei Flugübungen der heranwachsenden Mauersegler in die Box rutscht.

↑ Bild 8: Am Boden kann man verschiedene Mulden aus Stofftüchern formen.

↑ Bild 9: Der Boden wird dann komplett mit Einmalkosmetiktüchern bedeckt, die bei Verschmutzung einfach gewechselt werden können (Kontrolle etwa 1x pro Stunde). Einmalkosmetiktücher eignen sich besser als Küchenkrepp, weil sie weicher, anschmiegsamer und sehr saugfähig sind. Natürlich dürfen keine Kosmetiktücher verwendet werden, die parfümiert sind oder mit sonstigen Zusatzstoffen behandelt wurden.

↑ Bild 10: Nun wird der ausgeschnittene Plastikdeckel aufgesetzt, der die Husse zusätzlich ein wenig fixiert.

↑ Bild 11: In den Kunststoffdeckel wird nun die Abdeckung mit dem Fliegengitter eingesetzt. Die Abdeckung wird erst dann eingesetzt, wenn die Mauersegler so weit entwickelt sind, dass sie in der Lage sind, aus der Box zu flattern - aber noch nicht so weit entwickelt sind, dass sie starten können. Ansonsten reicht der offene Kunststoffdeckel aus. Dann ist nicht nur der Zugriff auf die Mauersegler einfacher sondern sie können (bei Aufstellung am Fenster - aber Achtung: nie in die pralle Sonne stellen!) auch den Himmel besser beobachten.

↑ Bild 12 - Abdeckung von oben betrachtet: Die Abdeckung wird aus zwei unterschiedlich großen Holzrahmen gebaut, zwischen denen das Fliegengitter eingesetzt wird und die dann miteinander verleimt werden.

↑ Bild 13 - Abdeckung von unten betrachtet: Hier ist gut zu sehen, dass der untere Holzrahmen (im Bild oben) etwas kleiner als der obere Holzrahmen (im Bild unten) ist. Der kleinere Holzrahmen passt genau bündig in die im Kunststoffdeckel ausgeschnittene Öffnung, der überstehende größere Holzrahmen verhindert, dass die Abdeckung ins Innere der Mauerseglerbox fallen und die Tiere verletzen kann.
Hinweise:
Noch ein paar Hinweise:
- Neuzugänge kommen immer zunächst für 1-2 Tage in eine separate, kleine Box. Zeigen sie in dieser Zeit keine Krankheitssymptome, kommen sie in die passende Gruppe.
- Kleine, noch sehr kälteempfindliche Mauerseglerbabies werden mitunter in einer beheizbaren Tonschale mit Drahtgitterhaube auf Temperatur gehalten. Es bedarf jedoch einiger Erfahrung, um die korrekte Dosierung Wärmezufuhr sicherzustellen.
- Wenn ein Vogel in eine bestehende, intakte Gruppe eingesetzt wird und dort nicht nur kurzzeitig Unruhe bringt, wird er separat oder zu einem anderen Tier gesetzt, das gut mit ihm auskommt. Es kommen maximal vier Mauersegler in eine Aufzuchtbox, sonst wird die Gruppe zu groß.
- Der Aufbau dieser Boxen macht einige Arbeit. Aber dafür sind sie langlebig und ermöglichen einen guten Aufzuchterfolg.
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